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39 Stufen und eine sensible Prinzessin

5. Dezember 2024
Ab dem 6. August werden auf der Schlossbühne wieder zwei Stücke von Florian Rexer zu sehen sein. Der Vorverkauf startet bald.

Nach dem erneut riesigen Erfolg vom vergangenen Sommer, wartet der Verein der Schlossfestspiele Hagenwil auch im kommenden Jahr wieder mit einem Highlight auf. Gezeigt wird ab dem 6. August 2025 «Die 39 Stufen» von Alfred Hitchcock. Der Comedy-Thriller basiert auf dem gleichnamigen Buch von John Buchan und erzählt die Geschichte des Londoners Richard Hannay, der zur falschen Zeit am falschen Ort war und so in einen verstrickten Kriminalfall verwickelt wird. Zufällig gönnt er es sich, mal wieder auszugehen. Zufällig besucht er einen Jahrmarkt. Zufällig fallen genau da Schüsse – genau dann, wenn Richard vor Ort ist. Zufällig läuft ihm eine Dame in die Arme. Sie lädt sich zu ihm nach Hause ein und eröffnet ihm, eine Spionin zu sein. Dann wird sie erstochen. So wird Richard zufällig zum vermuteten Mörder der jungen Frau. Was folgt ist eine spektakuläre Reise nach Schottland, wo Richard Antworten auf das Erlebte vermutet; die Flucht vor der Polizei, der er mehrmals nur knapp entwischt – auch aufgrund der zufälligen Begegnung mit Pamela, einer Frau, die ihn erst verrät, dann an ihn gefesselt wird und schliesslich... naja das bleibt abzuwarten. Aber so viel darf gesagt sein: Natürlich darf in einem Stück von Florian Rexer auch die Liebe nicht fehlen. 

Ein rasantes Stück 
Nachdem in Hagenwil der Papst entführt und ein Jahr zuvor ein Mord im Orientexpress aufgedeckt wurde, reiht sich das Stück von Hitchcock wunderbar ein in die Reihe von Theaterklassikern. «39 Stufen ist ein Stück, das mir persönlich sehr gut gefällt und auch gut zu meinem Genre passt», erklärt Regisseur Florian Rexer. So gleicht es stark seiner allerersten Inszenierung «Shakespeare sämtliche Werke (leicht gekürzt)». Das Bestechende an Hitchcocks frühem Thriller ist die Spielzeit «in einer lauen Augustnacht». Was könnte also besser zu den Schlossfestspielen passen? Typisch für Hitchcock-Filme sind die sogenannten Easter-Eggs. Er baut also Szenen ein, die später überhaupt keine Rolle mehr spielen. Ob Rexer solche auch im Theaterstück planen wird, bleibt abzuwarten. Auch wird wohl kaum Hitchcock selber plötzlich auf der Bühne auftauchen, so wie er dies völlig unscheinbar in seinen Filmen zu tun pflegte. Wie genau das schnelllebige, unterhaltsame und zugleich spannende Stück gestaltet wird, weiss Rexer noch nicht genau. «Ideen sind wie immer mehr als genügend vorhanden», sagt er. Und glaubt man der jüngsten Vergangenheit, darf man sicher sein, dass es gut kommen wird. Denn was die Schlossfestspiele Jahr für Jahr auf der kleinen Bühne inmitten der Schlossmauern auf die Beine stellen, ist schlicht grossartig. Spielen werden Alexandre Pelichet, Bruno Riedl, Bigna Körner und Marcus Coenen je mehrere Rollen. 

Die Suche nach der echten Prinzessin
Neben dem Erwachsenenstück wird wie immer auch ein Theaterstück für die kleinen Besucher gezeigt. Für das nächste Jahr hat sich Rexer «Die Prinzessin auf der Erbse» ausgesucht und wird das Märchen mit drei Schauspielern liebevoll, bunt und verständlich inszenieren. Kurz zusammengefasst versucht dabei ein Prinz herauszufinden, ob eine junge Dame auch wirklich die echte Prinzessin ist, die sie vorgibt zu sein. Mit im Spiel sind 20 Matratzen und genauso viele Daunendecken sowie eine Erbse. Ein schönes Märchen mit Happy End, das bestimmt nicht nur die kleinen Theaterbesucher ermuntern wird. Der Vorverkauf für beide Stücke beginnt in Kürze.

Die Freude auf die kommende Saison ist gross (v.l.): Karl Spiess, Präsident Verein Schlossfestspiele; Kyra Bauer, Mediamatikerin Mirabit; Andi Angehrn, Verein Schlossfestspiele; Florian Rexer, Regisseur; Michael Nägeli, Geschäftsführer Mirabit und Cornelia Komposch, Alt-Regierungsrätin.
Die Freude auf die kommende Saison ist gross (v.l.): Karl Spiess, Präsident Verein Schlossfestspiele; Kyra Bauer, Mediamatikerin Mirabit; Andi Angehrn, Verein Schlossfestspiele; Florian Rexer, Regisseur; Michael Nägeli, Geschäftsführer Mirabit und Cornelia Komposch, Alt-Regierungsrätin.
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